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Der offizielle Shop der Hummel Manufaktur. Das Original seit 1935.

Tag der offenen Tür: Hunderte strömten in die Hummel-Manufaktur

„Ein bisschen habe ich auch Gänsehaut dabei bekommen“, sagte Rödentals erster Bürgermeister Marco Steiner. Dieses Gefühl sei bei ihm ausgelöst worden, als er erfahren habe, dass der Standort der beliebten Hummel-Figuren gerettet sei. Für das Oberhaupt der Stadt Rödental ist klar: „Die Hummel-Manufaktur gehört einfach zu Rödental.“ 

Am Tag der offenen Tür am 17. März kam der Bürgermeister der Stadt Rödental auf Einladung von Hummel-Markenbotschafter Joffrey Streit und hielt eine bewegende Rede. Mitgefiebert habe er bei den Turbulenzen rund um die Manufaktur, erklärte er. Und lobte deren Mitarbeiter: Trotz Insolvenz hätten diese vor Motivation und Zuversicht nur so gestrahlt. „Wir werden unseren Beitrag leisten“, habe er von ihnen gehört, sagte der Bürgermeister.

Und: „In Rödental gibt es kaum einen Haushalt, in dem Hummelfiguren nicht dazugehören.“ Die Stadt habe eine enge Bindung zur Manufaktur. „In fast jeder Familie hat auch jemand bei Hummel gearbeitet“, erläuterte Steiner. „Hummel hat das Leben hier in Rödental maßgeblich mit geprägt.“ 

Umso stärker beeindruckt sei der Bürgermeister nun von dem Kulmbacher Unternehmer Bernd Förtsch und dessen Team, das entschlossen anpacke, um den Standort zu retten. Dass dabei auch neue interessante Wege der Vermarktung - beispielsweise über die sozialen Netzwerke - bestritten würden, findet Steiner gut und richtig. „Ich bin zuversichtlich, dass das Team hinter der Marke steht und sie weiter vorwärts bringt“, bekräftigte er. Um ein „positives Zeichen“ zu setzen, bot er zudem seine Unterstützung an. 

Rund 600 Hummel-Club-Mitglieder, Interessierte und Liebhaber der liebenswerten und in traditioneller Handarbeit hergestellten Figuren nutzten den Samstag für einen Blick hinter die Kulissen. Hummel-Club-Managerin Kerstin Griesenbrock, die sich zusammen mit ihrem Team und Hummel-Markenbotschafter Joffrey Streit um die Gäste kümmerte, war überwältigt über den Erfolg: „Die Resonanz war sehr gut. Ein jeder ist glücklich, dass es mit unserer Manufaktur weitergeht.“

Der Verkaufsraum, der komplett neu gestaltet und modernisiert wurde, stieß auf großen Anklang. Die Kunden konnten vergünstigt einkaufen, sich im Kino über das Leben der Franziskanerschwester Maria Innocentia Hummel informieren, das angegliederte Hummel-Museum besuchen und unmittelbar in die Hummelwerkstätten hineinschnuppern.

Workshops in den Hummelwerkstätten

Dort hatten die Mitarbeiter und weitere fleißige Helfer einiges auf die Beine gestellt: Interessierte konnten den Fachkräften bei ihren Arbeitsgängen unmittelbar über die Schultern sehen oder sich im direkten Gespräch über die komplizierten einzelnen Arbeitsschritte einer Hummelfigur persönlich informieren. Immerhin kann die Herstellung einer einzelnen Hummelfigur von der Entwicklung bis zur endgültigen Fertigstellung bis zu einem dreiviertel Jahr dauern. 

In Workshops übten die Besucher in der Malerei das Dekorieren und in der Weißfertigung das Garnieren an einer original „Hummel“. Garnieren bedeutet Nassverputzen und Zusammensetzen einer Figur. Dabei müssen die Teile sorgfältig „angeschlickert“ werden. Dass das gar nicht so einfach ist, erfuhren auch die achtjährige Pia Schreiber und der zehnjährige Max Krausa. Max‘ Mutter Anja konnte ihrem Sohn allerdings wertvolle Tipps geben - hatte sie doch früher als Figurenkeramformerin in der Hummelmanufaktur gearbeitet und den „Tag der offenen Tür“ genutzt, an ihrem alten Arbeitsplatz vorbeizuschauen. Beide Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache.

Hoher Besuch

Auch aus dem Kloster Sießen schaute hoher Besuch vorbei: Die beiden Franziskanerschwestern Emanuela und Jutta Maria folgten der Einladung aus der Hummelmanufaktur gerne. Für Schwester Jutta Maria war es ihr erster Besuch in Rödental. Nachdem beide Schwestern zuerst bei Peter Hohenstein, dem technischen Leiter des Unternehmens, vorbeigeschaut und über noch streng gehütete Neuheiten und Modelle gesprochen hatten, erhielten sie eine individuelle Führung durch Sabine Tzscheuschner. Die Dekorentwicklerin ist in der Hummelwerkstatt maßgeblich dafür verantwortlich, in welchen Farbtönen die jeweiligen Figuren dekoriert werden. „Unsere Rezepturen werden für jede Figur individuell festgelegt. Die Mixtur hüten wir wie unseren Augapfel“, verriet sie. Mehr als zwei Stunden lauschten die beiden Franziskanerschwestern aufmerksam den Erläuterungen der Fachfrau. Auch Schwester Emanuela übte sich in der Weißfertigung im Garnieren. „Das ist ein Novum für mich“, sagte sie. Passend zur baldigen Osterzeit wählte sie ein Lamm aus. Versiert fügte sie die Einzelteile zusammen. Sie habe bereits Töpfererfahrung, erläuterte Schwester Emanuela ihre Fingerfertigkeit. „Ich würde sie einstellen“, lobte Facharbeiterin Steffi Metz ihren „Lehrling“ aus dem Kloster.  

Auch in den Medien fand der „Tag der offenen Tür“ großen Anklang. So berichtete TV Oberfranken am Montag, 19.3, um 18 Uhr, und am Dienstag, 20. März, um 18.45 Uhr darüber. Sie haben die Sendung verpasst? Das macht nichts: Hier können Sie sie anschauen. 

Auch der Coburger Radiosender „Radio Eins“ berichtete:
Sabine
Herr Steiner, Bürgermeister Rödental
Kerstin Griesenbrock
Joffrey Streit

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